Insekten

Nashornkäferlarven im Kompost

Beim Umschichten des Komposts kommen gelegentlich dicke „Maden“ zum Vorschein. Zehn Zentimeter lang können die Larven oder auch Engerlinge des gefährdeten  Nashornkäfers werden. Bis zu fünf Jahre dauert ihre Entwicklung im Kompost. Dort erweisen sie sich als äußerst nützlich, da sie stärkeres organisches Material wie abgestorbenes Holz und Mulch zersetzen und so zur Entwicklung und Reife des Kompostes beitragen. Sorgen um die Pflanzen im Garten braucht man sich jedoch nicht zu machen: Die Larven fressen keine lebenden Wurzeln, sondern ernähren sich nur von totem Pflanzenmaterial. Die Käfer sind geschützt und nur selten zu sehen, da sie vor allem in der Dämmerung und nachts unterwegs sind. Der Käfer erreicht im ausgewachsenen Zustand eine Größe von etwa drei bis vier Zentimetern und ist dunkelbraun oder dunkelrot. Die Entwicklung eines Nashornkäfers dauert zwischen drei und fünf Jahren. Während dieser Zeit durchläuft der Käfer mehrere Entwicklungsstadien. Die Eiablage erfolgt meist im Sommer. Die gereiften Käfer überwintern dann noch im Boden, bevor sie gegen Ende des Frühlings an die Erdoberfläche kommen. Sie sind dann bereits geschlechtsreif und sorgen umgehend für weiteren Nachwuchs. Da der Nashornkäfer unter Naturschutz steht, darf der Mensch in seinen Lebensraum nicht eingreifen

Eine chemische Behandlung ist untersagt und nicht notwendig, da der Nashornkäfer kein Schädling ist.

Ein stattliches Männchen hier in der Anlage

Engerling und Käfer im Kompost

veröffentlicht am 22. Januar 2018

Trauer-Rosenkäfer

Im Juli und August dieses Jahres fielen unserem Gartenfreund Oliver immer wieder mal schwarze Käfer auf, die meistens in Distel-, aber auch anderen verschiedenen Blüten zu finden waren; und dies meist kopfüber !
Da Oliver wissen wollte, um welche Käfer es sich hierbei handelt, suchte er im Internet und wurde auch dort schnell fündig.
Es handelt sich hierbei um den Trauer-Rosenkäfer, der sich von Pollen ernähret und daher ein wichtiger Bestäuber für unsere heimischen Pflanzen ist.
Der Trauerrosenkäfer war bis Anfang des 21.Jahrhunderts immer wieder in Mitteleuropa anzutreffen und sind sie mittlerweile auf der Liste der gefährdeten Arten vermerkt.
Bevorzugt leben sie an Waldrändern und vor allem auf artenreichen Blumenwiesen, wo sie ausreichend Nahrung finden.  (eigener Text KGV am Neggenborn)

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Dieser Käfer stammt aus der Unterfamilie der Rosenkäfer (Cetoniinae). Die Tiere leben in Wärmegebieten, vor allem in Nordafrika und dem restlichen Mittelmeerraum, östlich bis Transkaukasien auf Steppenheiden und Kalkböden. Auch kommt die Art in der Nähe von Waldrändern und blütenreichen Wiesen vor. Sehr selten sind sie auch in Südwestdeutschland zu finden. Sie fliegen von Mai bis Juli. Die Imagines ernähren sich von Pollen, die Larven von Pflanzenwurzeln. Die Weibchen legen wenige Eier jeweils einzeln in den Boden ab. Die Larven werden bis zu 30 Millimeter lang. Vor dem Herbst schlüpfen die adulten Käfer, die aber auch bis zum nächsten Frühling in der Erde verbleiben können. In einigen Bundesländern wie zum Beispiel in Bayern ist der Trauer-Rosenkäfer selten geworden und stark gefährdet. Als Schutzmaßnahmen werden die Förderung und Ausweitung naturnaher, extensiver Beweidungsformen, die Erhaltung und der Schutz von Magerrasen, Binnendünen, Mooren und Fließgewässern mit natürlicher Eigendynamik und die Erhöhung des Alt- und Totholzanteils in naturnahen Waldgebieten genannt. (Quelle: http://de.wikipedia.org)

Larve einer Großlibelle

Im August 2017

Diese sogenannte Exuvie, eine Larvenhaut, stammt von einer Großlibelle, vermutlich einer Teichjungfer.

Sie hängt am Stiel eines Rohrkolbens und ist das Überbleibsel einer fertig entwickelten und geschlüpften Libelle. Diese Larve entwickelte sich bis zu mehreren Jahren unter Wasser und häutete sich um die 13 Mal. Während ihrer Entwicklung ernähren sie sich von anderen Insektenlaven aber auch kleinen Fischen und Kaulquappen.

 Nach Ablauf des Larvenstadiums klettern die Larven aus dem Wasser und das Tier beginnt, sich aus der Schlupfhaut zu befreien. Dies dauert ein bis drei Stunden. Dann startet das fertige Insekt, auch Imago genannt, zum Jungfernflug.

 

Das Original gibt es im Aushang am Vereinsheim zu sehen.

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