Rasenpflege

Fehler beim Vertikutieren machen den Rasen kaputt

Wer einen schönen grünen Rasen haben möchte, sollte ihn ab und zu vertikutieren. Dadurch wachsen die Gräser besser und dichter. Der Frühling ist eigentlich die beste Jahreszeit dafür. Aber man kann das Prozedere noch einmal im Herbst wiederholen. Worauf man achten muss.

Vertikutieren ist sinnvoll, weil sich mit der Zeit auf dem Rasen eine Art Filz bildet. Dieser besteht vor allem aus übrig gebliebenem Schnittgut und Moos. Der Rasenfilz verhindert, dass genügend Nährstoffe und Wasser zu den Graswurzeln gelangen. Der Vertikutierer entfernt diesen Belag.

Welche Vertikutierer sich wofür eignen

Grundsätzlich arbeiten alle Vertikutiergeräte nach dem gleichen Prinzip: Kleine Scharfe Messer an der Unterseite des Geräts bohren sich in den Boden und ritzen diesen auf. Unterschiede gibt es in der Ausführung: So bietet der Handel Elektro-, Benzin- und Handvertikutierer an. Letztere eignen sich nur für kleine Flächen. Sie sind sehr mühsam zu bedienen. Für etwas größere Rasen kann man zum Elektrogerät greifen. Wer einen sehr großen Rasen sein eigen nennen darf, ist mit dem Benzinvertikutierer besser bedient.

Worauf man besonders achten muss

– Der Rasen muss trocken sein.
– Der Vertikutierer darf nicht zu tief schneiden. Die Messer dürfen nur zwei bis drei Millimeter in die Erde ritzen. Schneidet man tiefer, werden die Graswurzeln verletzt.
– Der Vertikutierer muss zügig über den Rasen geführt werden, damit keine Löcher entstehen.

Vertikutieren und Aerifizieren

Nach dem Vertikutieren kann man den Rasen auch aerifizieren. Dabei werden kleine Löcher in den Boden gebohrt und mit Sand gefüllt. Dies sorgt für eine bessere Belüftung im Rasen. Dieser Arbeitsschritt wird vor allem im professionellen Bereich ausgeführt, den privaten kleinen Rasen muss man nicht unbedingt auf diese Weise belüften.

Es gibt verschiedene Typen von Aerifizierer: Manche haben eine Art Walze mit Dornen, die sich in den Rasen bohren, andere werden wie eine Gabel in den Boden gedrückt. Sogar Spikes werden angeboten, die man sich unter die Schuhe schnallt.

Rasen nachsäen

Haben sich über den Sommer hin braune und kahle Stellen gebildet, empfiehlt es sich, Rasen nachzusäen. „Die ersten richtigen Herbsttage sind gut dafür, denn der Boden hat dann noch etwas Restwärme“, rät Isabelle Van Groeningen von der Königlichen Gartenakademie in Berlin. Allerdings sollte man die Arbeit bis etwa Mitte Oktober erledigt haben.

Reihenfolge beim Vertikutieren im Frühling

Wer nur im Frühjahr vertikutieren möchte, sollte folgende Reihenfolge einhalten:

  1. Als erster Schritt steht die Frühjahrsdüngung im Februar oder März an. Dafür eignet sich ein stickstoffhaltiger Rasendünger.
    2. Etwa eine Woche später mäht man den Rasen auf ungefähr vier Zentimeter.
    3. 10 bis 14 Tage später wird der Rasen erneut gekürzt, diesmal auf zwei Zentimeter.
    4. Danach wird der Rasen vertikutiert. Die Fläche muss dafür trocken sein. Das anfallende Pflanzenmaterial darf auf den Kompost
    5. An kahlen Stellen wird Grassamen nachgesät.

Im Frühling kommt es darauf an, nicht zu früh mit dem Vertikutieren zu beginnen. Nach der Winterruhe sind die Gräser geschwächt. Sie benötigen zuerst eine Stärkung mit Dünger und die richtige Wachstumstemperatur, bevor die Prozedur beginnt. Als Zeitpunkt kann man sich ungefähr an der Narzissenblüte orientieren.

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